Beta-Kurs Titelbild Philine Bach

QuartalsRückblick Q1/22

Als ich meine Selbständigkeit begann, habe ich ein Buch gelesen, das mir sehr hilft, strukturiert meine To-dos anzugehen. Wie hoch ist die Gefahr sich zu verzetteln oder zu prokrastinieren!

Das Buch, von dem ich spreche, heißt: „Das 12-Wochen-Jahr“ und ist von Brian Moran und Michael Lennington. Seitdem ich es gelesen habe, denke ich nicht mehr in Jahren, sondern in Quartalen. Das heißt, ich breche meine Jahresziele auf Quartalsziele herunter und konzentriere mich pro Quartal nur auf eine bis zwei größere Aufgaben. So habe ich außerdem die Möglichkeit, meine Ziele immer wieder neu unter die Lupe zu nehmen und stelle nicht erst im November fest, dass ich dieses oder jenes wohl nicht mehr schaffen werden. Sehr empfehlenswertes Buch!

Darum folgt nun mein Quartalsrückblick.

Inhalt

Mein Online-Kurs als Beta-Version

Vor einem Jahr habe ich im Rahmen der Academy von Tanja Lenke einen Online-Kurs entwickelt, in dem ich selbständigen Frauen zeige, wie sie gute Selfies von sich machen können. Es war mein erstes Online-Angebot und ich habe es unter Zeitdruck erstellt (was auch gut war – sonst wäre es nie fertig geworden.) Das war ein Selbstlernkurs, den ca. 700 Frauen in einem Bundle mit über 70 weiteren Kursen erworben haben.

Auf Selbstlernkurse bekommt man nur sehr selten Rückmeldung oder Feedback – und so war ich mir immer unsicher, ob der Kurs gut genug und hilfreich ist. Mein großes Ziel für Q1 war es, diesen Kurs als Beta-Kurs live durchzuführen, um Feedback zu bekommen und den Kurs besser zu machen.

Zwölf Wochen mit Live-Vorträgen

Dazu habe ich Ende letzten Jahres Frauen aus meinem Netzwerk gefragt, ob sie bereit wären, gegen konstruktives Feedback meinen Kurs über 8 Wochen mit mir zu durchlaufen. Ich war völlig überrascht: Fast 50 Frauen waren dabei! Das hat mich so motiviert, dass ich die Chance nutzen wollte, den Kurs neu aufzubauen und richtig, richtig gut zumachen. Aber es hat auch fast all meine Zeit gebunden. Woche für Woche habe ich die Module ausgearbeitet und Präsentationen erstellt. Immer Dienstagabend saß ich vor dem Bildschirm live vor meinen Teilnehmerinnen und habe einen Vortrag gehalten.

Schnell wurde klar: Sie haben sich unter „Selfie-Kurs“ etwas ganz anderes vorgestellt. Nach dem ersten Modul gaben einige zu, sie hätten sich im Vorfeld gefragt, was ich ihnen acht Wochen lang über Selfies erzählen will. Aber als sie hörten, was ich in den nächsten Wochen mit ihnen vorhatte, waren sie begeistert, dabei zu sein.

Es ging um die eigene Selbstwahrnehmung, um Körpersprache und Bildsprache, um Bildwahrnehmung, Bildaufbau und die Regeln der Porträtfotografie. In dem Kurs steckt all mein Wissen über Lichtführung, Technik zu „richtigen“ Kameras, Hintergrundgestaltung und wie man sich selbst in authentischen Bildern ablichtet.

Illustration Mitschrift von Diana Pfister Bildaufbau Onlinekurs Philine Bach

Das ist eine „Mitschrift“ der Illustratorin Diana Pfister zum Thema Bildaufbau. Sehr genial!

Außerdem hatte ich Gastexpertinnen eingeladen, die Vorträge zu ihren Themen hielten. Zum Beispiel

  • Mira Kuntner zu „Faceyoga für einen offenen Blick“,
  • Vera Löwe zu „Make-up und Kleidung für Shootings und Zoom-Meetings“ oder
  • Sigrid Thomas zu „Farben und ihre Wirkung in Fotos und im Branding“.
  • Claudia Schubert zu „Die 3 wichtigsten Dinge, um deinen Körper zu akzeptieren“

Wir haben eine

  • „Lach-Yoga-Session“ mit Cornelia Leisch gehabt,
  • einen Vortrag von Kerstin Eickes über „Gesunde Ernährung für eine schöne Haut“ gehört und
  • Claudia Ludloff über die Schulter gesehen, wie sie Fotos in Canva für Social Media aufbereitet.

Jetzt läuft der Online-Kurs eigentlich immer noch.

Vielen, vielen Dank euch großartigen Frauen, die ihr diesen Kurs zu einem Erlebnis werden lassen habt.

Meine Learnings aus dem Beta-Kurs:

1. Der Name Selfie-Kurs ist absolut irreführend, was den Inhalt betrifft.  Es geht vielmehr um professionelle Selbstporträts für den eigenen Webauftritt.

2. Dieser Kurs ist ungeeignet ist als Selbstlernkurs. Ich würde meine Teilnehmerinnen unterwegs verlieren, da das Thema doch sehr komplex ist. Deshalb werde ihn nur noch begleitet anbieten, um wirklich da zu sein für Fragen und feedbackgeben auf die Fotos der Teilnehmerinnen. Je nachdem, wie ich das zeitlich schaffe, wird das zwei bis drei Mal im Jahr sein.

3. Meine Teilnehmerinnen über einige Wochen zu begleiten und live mitzuerleben, wie ihre Fotos besser werden, macht mich glücklich. Ich merke, dass mein Wissen hilfreich für andere ist. Das hat mir echt gefehlt.

4. Es wird eine einfach zu konsumierende Selbstlern-Variante geben, die für wenig Geld immer verfügbar ist. Ohne künstliche Verknappung. (Ich habe auch wieder viel über Marketing gelernt – wie ich es NICHT machen will. Aber dazu später mehr). In diesem Crash-Kurs geht es wirklich nur darum, wie du sofort bessere Selfies mit dem Smartphone machen kannst. 1,5 Stunden Videomaterial habe ich bereits aufgenommen und werde es so schnell wie möglich online stellen. Den alten Selbstlernkurs werde ich nicht mehr verkaufen.

Die ersten Blogartikel seit einem Jahr

Vor einem Jahr haben wir im Programm von Marike Frick unseren „best-blogpost-ever“ geschrieben. Mit dem wollten wir bei Google gefunden werden, also möglichst weit oben in der Suche ranken. Das hat tatsächlich geklappt, aber seitdem bin ich einfach nicht zum Blogartikel schreiben gekommen. Es war einfach immer so viel anderes zu tun.

Mitte Februar bin ich außerplanmäßig zu meinen Eltern nach Thüringen gefahren und bin dort für zwei Wochen geblieben. Ich glaube, so lange war ich seit dem Schreiben meiner Magisterarbeit vor über 20 Jahren nicht mehr am Stück dort gewesen. Es war schön und schwer zugleich.

Gleich zu Beginn haben die starken Stürme dafür gesorgt, dass wir offline waren. Mehrere Bäume sind auf die Telefonleitung gefallen, die hier noch oberirdisch verläuft. Die Reparatur dauerte insgesamt FÜNF Wochen!

Nun war ich also zwei Wochen ohne Internet… Handy-Empfang hat man dort nur an einer einzigen Stelle im Haus. Was macht man, wenn man offline ist? Entschleunigen. Und Blogartikel schreiben! Ich habe an 5 Tagen insgesamt 18 Blogartikel geschrieben. Das hatte ich ewig schon vor – endlich war Zeit dafür. Die schicke ich jetzt nach und nach auf den Blog. Zum Beispiel dieser hier über die 7 häufigsten Gründe, warum deine Selfies nicht gut aussehen.

Was habe ich aus diesen zwei Wochen mitgenommen?

Nach diesen 14 Tagen bei meinen Eltern habe ich insgesamt ein bisschen Geschwindigkeit rausgenommen. Ich fühlte mich Anfang des Jahres ziemlich getrieben und hatte das Gefühl, der Tag ist einfach zu kurz für all die Aufgaben. Ich fing an, mir selbst keine Zeit mehr für mich zu nehmen. Meine geliebte Laufrunde am Morgen habe ich mir meist geklemmt – keine Zeit. Gesundes Essen zubereiten – keine Zeit! Freunde anrufen – keine Zeit…

Das Leben ist zu kurz, um nur zu arbeiten, soviel Spaß die Arbeit auch macht. Ich habe festgestellt, ich plane nur und ausschließlich ohne den Gedanken an Krankheit. Ich rechne überhaupt nicht die Möglichkeit ein, krank zu werden. Toi toi toi, ich bin es auch nicht. Aber ich musste in meiner Familie erleben, wie schnell sich alles ändert mit einer Krankheit.

Jetzt erledige ich die Dinge wieder stärker nacheinander und nicht mehr gleichzeitig. Ich muss nicht sofort alles schaffen.

Darum bin ich auch in meinem Jahresprogramm bei Marlis Schorcht nicht so aktiv, wie ich eigentlich wollte. Aber ich bin passiv dabei und lerne dankbar Woche für Woche.

Ich hab ein neues Logo!

Als ich vor über einem Jahr startete, habe ich mich eine Zeitlang mit einem Logo befasst. Ich dachte, das braucht man halt. Gleich am Anfang. Irgendwann habe ich aufgehört, daran zu basteln, denn damit kann man Wochen zubringen. Letztlich blieb es bei meinem Namenszug und einer Blume, die ich in Canva gefunden hatte. Und es ist völlig ausreichend gewesen.

Jetzt dachte ich, es wäre doch mal Zeit für ein richtiges Logo und so habe ich mit Melanie Hafner aus meinem Netzwerk gesprochen. Melanie ist seit 15 Jahren als Mediendesignerin selbständig und hat sich Stück für Stück mit mir mein neues Logo erarbeitet. Sie sprudelt nur so vor Ideen.

Das Ganze führte zu einem Rebranding meiner Seite – hauptsächlich meine Farben betreffend. Auch wenn mein neues Logo dem alten recht ähnlich sieht (bin da scheinbar sehr unflexibel), fühlt es sich sehr, sehr gut und stimmig an. Danke liebe Melanie, auch für deine Geduld bei all meinen Änderungswünschen. Ich liebe mein Logo! Besonders gut gefällt mir die Idee mit dem i-Punkt. 🙂

Logo Philine Bach

Mein Portfolio ist gewachsen

Die Winterzeit ist traditionell dafür da, die Website zu überarbeiten, Fotoaufträge abzuschließen und die schönsten Fotos ins Portfolio einzuarbeiten. Das Ergebnis siehst du hier. Es ist gar nicht so leicht, sich da zu entscheiden. Darum werde ich zukünftig nicht nur Blogartikel schreiben, sondern auch Porträts der tollen Frauen, die ich fotografieren durfte, in schriftlicher Form veröffentlichen. Ich habe begonnen, Interviews mit ihnen zu führen und werde diese nach und nach auf den Blog stellen, garniert mit Fotos aus unserem Shooting.

Krieg in Europa

Ich glaube, damit hat niemand aus meiner Generation gerechnet. Es ängstigt mich. Ich bin sprachlos. Die einzige Möglichkeit, damit umzugehen, sehe ich im Nachrichtenentzug. Ich lese, höre und sehe keine Nachrichten. Trotzdem bekomme ich mit, was in der Welt und in Europa geschieht, was auch gut so ist. Die Details schwirren jedoch nicht in meinem Kopf und können mich nicht lähmen.

Ich wünsche mir Frieden in Europa zurück. Das erreiche ich nicht, wenn ich mich auf Social Media politisch positioniere, meinem Profilbild gelbblaue Farben hinzufüge oder aufhöre, an meinem Business zu arbeiten.

Meine Ziele für das nächste Quartal

Zum einen stehen ab nächste Woche wieder Shootings auf dem Programm. Darauf freue ich mich sehr. Bis Ende Juni ist der Kalender voll und ich bin sicher, ich werde sehr spannende Frauen treffen.

Zum anderen bringe ich nun endlich meinen Newsletter auf den Weg. Dazu habe ich als Willkommensgeschenk ein E-Book erstellt. 25 Seiten, auf denen ich mit Fotos erkläre, was du tun kannst, um auf Fotos gut auszusehen. Ich würde sagen, ein Posing-Guide, wenn ich das Wort Posen nicht so unpassend in Bezug auf uns normale Frauen fände. Wir sind ja keine Models, die sich mit Posen verrenken sollen. Aber es gibt natürlich ein paar Körperhaltungen, die auf Fotos vorteilhafter wirken. Einfach, weil die Kamera mit „einem Auge“ anders sieht, als wir Menschen mit zwei Augen. Für alle, die nicht wissen, was sie vor der Kamera tun sollen, habe ich dieses E-Book zusammengestellt. (Ist ganz bald da! Versprochen!)

Ipad mit Vorschau auf Ebook: was tun vor der Kamera?

Und ich werde meinen Crash-Kurs: „Endlich schöne Selfies!“  online bringen.

Den ersten Durchgang für den begleiteten Kurs „Professionelle Selbstporträts für deinen Webauftritt“ plane ich für das 3. Quartal.

Das sind schon wieder ganz schön viele To-dos. Die Grabungssaison beginnt ja auch wieder und ab nächste Woche bin ich auch wieder auf Baustellen unterwegs.

Der Garten braucht auch noch ein paar Grabungen, ehe hier wieder Gemüse wächst.

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