CORINNE VOSS, THERAPEUTIN
Ich bin einfach nicht fotogen.
Das ist angeboren.
Das war Corinnes Überzeugung. „Seit jeher, fand ich mich eigentlich recht ansehnlich, wenn ich in den Spiegel schaute, aber Fotos von mir: eine Katastrophe!“
VORHER
Ich fand mich fremd auf diesen Bildern
Deshalb gab es fast keine Urlaubsfotos von ihr, keine Geburtstagsfotos in fröhlicher Runde, keine schönen Familienerinnerungsfotos. Sie hat sich diesen Situationen immer entzogen. „Ich wusste schon im Voraus, dass ich mich nicht wiedererkennen würde auf den Fotos“, und jedes Mal löste das einen kleinen Stich ins Herz aus.
Sie ist Therapeutin und hat natürlich eine Website. Ihr war klar, dafür braucht sie Fotos.
Dabei war sie in ihrem Heimatort bereits bei einem Fotografen. Das Ergebnis war ernüchternd: „Ich fand mich fremd auf diesen Bildern. Notgedrungen habe ich eines davon ausgewählt und auf meiner Website versteckt.“
Leider führte diese Erfahrung dazu, dass sie Fotografen konsequent mied.
Ihre Website wurde ein „Stiefkind“: Sie war nicht mehr ganz aktuell und vor allem kamen zu wenige Anfragen. Es wurde Zeit für eine neue Website und Corinne befand sich in einer Zwickmühle. Sie brauchte Fotos.
WAS UNSERE VORAUSSETZUNG WAR
Wir wussten, dass die Chemie zwischen uns stimmt.
Corinne und ich kannten uns bereits seit ein paar Jahren. Sie war eine der ersten Teilnehmerinnen meines Online-Kurses „Zeig Dich!“.
Wir konnten also schon herausfinden, ob die Chemie zwischen uns stimmt.
Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gelungenes Shooting.
Da wir uns mochten, hatte sie die leise Idee, ich könnte ihre Fotografin sein. Aber die Umsetzung schien fern. Zu weit war die Entfernung zwischen uns, zu tief ihr Misstrauen in Fotografen.
ICH GAB IHR EINE GARANTIE
Wenn dir kein Bild gefällt, musst du nichts zahlen.
Irgendwann bot ich ihr an, zu ihr zu kommen und sie zu fotografieren. Bis in die Toskana, wo sie lebt. Ich war mir sicher, wir würden schöne Fotos machen.
Trotz ihrer Bedenken hat sie zugesagt. Nicht gleich, das hat ein bisschen gedauert.
Corinne: „Ich glaubte ihr kein Wort, aber die Fotos von anderen Frauen auf ihrer Webseite gaben mir doch etwas Hoffnung … vielleicht würden auch von mir 1–2 brauchbare Fotos beim Shooting herauskommen.“
Ich versprach Corinne:
Lass es uns versuchen. Wenn dir kein Bild gefällt, wirklich nicht ein einziges, musst du keins nehmen, und keins bezahlen.
Ich gebe immer dieses Versprechen. Es entspannt ungemein. Und noch nie ist der Fall eingetreten.
WAS DIESMAL ANDERS WAR
Eine Woche Toskana, statt eine Stunde vor der Kamera.
Ich wusste, wir brauchen Zeit. Mehr als üblich, denn Corinne war sehr überzeugt, dass das nicht geht. Darum plante ich eine ganze Woche bei ihr ein.
Mir war klar, dass ich Corinne ein wenig austricksen muss. Wir verabredeten uns am ersten Tag zum Kaffee am Nachmittag. Ganz entspannt, um uns das erste Mal von Angesicht zu Angesicht zu sehen und uns mal in die Arme schließen zu können. Nicht zum Shooting. Mehr zur Vorbesprechung. Wir hatten zwar im Vorfeld viele Motive geplant, aber ich kannte ja die Räumlichkeiten noch nicht. Natürlich hatte ich meine Kamera mit, ich musste ja mal die Lichtverhältnisse prüfen und so. Und während wir also plauderten, „knipste“ ich locker drauf los. Immer noch mit der Ansage: „Das ist nicht unser Shooting.“
Corinne: „Das Konzept war: Wir nehmen uns Zeit, wir plaudern erst mal. Diese Aufwärmphase war auch dringend nötig, denn meine Anspannung war enorm. Irgendwann fing Philine an, mich zu fotografieren. Einfach so, währenddem wir uns unterhielten, währendem ich mit meinen Katzen spielte, Kaffee kochte. Anfangs war es unangenehm. Ich versuchte immer, ein interessantes Gesicht zu machen, so wie ich es immer vor dem Spiegel ausprobiert hatte, aber auf die Dauer hielt ich das nicht durch.“
Ich nenne das „Weichknipsen“. 😉 Irgendwann vergisst du, dass ich da so ein Gerät in der Hand hab.
An diesem ersten Spätnachmittag haben wir die Hälfte aller Fotos gemacht. Ganz nebenbei. Ganz ohne Aufregung. Zwischendurch habe ich ihr immer wieder Fotos gezeigt. Sie konnte sehen, was ich mache, konnte selbst nachjustieren in der Körperhaltung, dem Gesichtsausdruck, bei verrutschten Haarsträhnen, im Setting.
Dadurch sicherer geworden, waren die restlichen Shooting-Tage kein Problem mehr.
Kein Druck, kein Stress und vor allem niemals ein "sich bewertet fühlen"
Corinne beschreibt das so:
„Was passierte da auf emotionaler Ebene? Ich glaube vor allem dies: Von meiner Seite fühlte es sich an wie ein langsames Zutrauen fassen. Mich ganz tastend trauen, ich selbst zu sein. Auszuprobieren, einfach so in die Kamera zu gucken, wie ich mich fühlte, währenddem wir sprachen.
Wie war das möglich? Ich glaube, Philine hat ein ganz besonderes, einzigartiges Talent, den Menschen, die sie fotografiert, einen Raum der natürlichen Entfaltung zu ermöglichen. Ihre Ausstrahlung ist so offen und warmherzig, dass jegliche Foto-Scham – wie ich sie stark empfand – sich langsam in Luft auflöst. Ich spürte in diesem Prozess, dass ich mich immer mehr und immer weiter vorwagte, mich immer mehr in die entspannte Atmosphäre fallen lassen konnte, die Philine durch ihre schlichte, ermutigende Art erzeugte. Kein Druck, kein Stress und vor allem niemals ein „sich bewertet fühlen“.
Ich war sehr beeindruckt davon, wie Philine sich ganz zurücknahm, um mit großer Empathie und Sensibilität das herauszukitzeln, was mich ausmacht. Ich genoss dabei nicht nur ihre Ruhe und schier endlose Geduld, sondern bewunderte auch die fokussierte Aufmerksamkeit für Details und die Auswahl der passenden Hintergründe, um meine Persönlichkeit noch besser zum Ausdruck zu bringen.“
EIN PAAR WOCHEN SPÄTER
Ich war auf zwei, drei brauchbare Fotos vorbereitet
Nach der Durchsicht blieben an die 1000 Fotos übrig, die ich Corinne ein paar Wochen später zeigen konnte. Doch die alte Angst war zurück. Sie war sich sicher, dass da kein einziges Bild dabei sein wird, auf dem sie sich gefällt. Sie hoffte auf zwei, drei Stimmungsbilder, auf denen höchstens ihre Hände zu sehen wären.
Ich konnte Corinne überzeugen, sich die Bilder mit mir gemeinsam anzusehen. Ich geb’ nicht gerne einfach nur den Link raus: „Hier sind deine Bilder.“ Das überfordert einen schnell, besonders, wenn es so viele Bilder sind. Ich helfe hier natürlich bei der Auswahl.
„Wieder und wieder starrte ich auf diese wunderschönen Fotos, auf denen ich mich trotz Falten und Schlupflid wiedererkannte und dabei auch noch richtig mochte!“
Corinne: „Die Fotos, die ich am Ende erhielt, haben mich tief berührt. Ich war auf 2-3 brauchbare Fotos vorbereitet. Beim Ansehen der Fotos sind mir die Tränen gekommen: Auf mindestens 30 Fotos, sah ich das, was ich als meine Persönlichkeit empfinde, zum Ausdruck gebracht. Wieder und wieder starrte ich auf diese wunderschönen Fotos, auf denen ich mich trotz Falten und Schlupflid wiedererkannte und dabei auch noch richtig mochte!“
Schöne Fotos von sich zu haben, das macht was mit dir
Corinne:
„Ich weiß, es hört sich ein bisschen übertrieben an, aber ich kenne tatsächlich, solange ich denken kann, keine Fotos von mir, mit denen ich mich wohl fühle.
Die Fotos von Philine waren daher eine grundsätzlich neue Erfahrung für mich. Ich weiß noch, wie Philine in der Planungsphase von unserem Shooting zu mir gesagt hatte: „Schöne Fotos von sich haben, das macht etwas mit dir“.
Genau das war meine Erfahrung: Es hat etwas mit mir gemacht, diese gelungenen Fotos von mir anzusehen.
Ich glaube, der entscheidende Punkt ist, dass ich immer einen Widerspruch zwischen meinem inneren und meinem äußeren Selbstbild erlebt hatte. Meine innere Wahrnehmung von mir selbst war, dass ich ganz zufrieden war, mit mir selbst und meiner Entwicklung in den letzten Jahren. Dieses positive innere Selbstbild löste sich auf Fotos in Luft auf, es wurde nicht sichtbar. Im Gegenteil, die Anspannung vor der Kamera schlug sich immer wieder in einer Leidensmiene auf Fotos nieder. Ich sah mich an und die „Person“ auf den Fotos war mir fremd, sie hatte nichts mit meiner inneren Wahrnehmung von mir zu tun.
Hier erkannte ich das, was mich heute innerlich ausmacht, endlich im Außen sichtbar gemacht worden war. Diese Fotos sind wie ein Feedback an mich selbst: „Schau mal, das ist die Frau, die du heute bist.“ Und innerlich wird es wohlig warm und es meldet sich eine Stimme: „Donnerwetter, die, die dich da auf diesen Fotos ansieht, die ist doch prima!“
WELCHE MOTIVE HABEN WIR FOTOGRAFIERT
Persönlichkeit und Arbeitsweise in Bilder übersetzt
Wir haben natürlich im Vorfeld über die Motive gesprochen, die wir aufnehmen wollen. Dazu hat mir Corinne genau erklärt, wie sie arbeitet, wer ihre Klienten sind, und welche Facetten ihrer Persönlichkeit auf der Website wiedergespiegelt werden sollen.
Corinne verbindet analytisches Arbeiten mit visuellen und intuitiven Methoden, etwa ihrem visuellen Tagebuch und aktiver Imagination, sowie mit IFS. Im Mittelpunkt steht die Frage, was im Inneren wirkt, welche Anteile sich zeigen und wie daraus mehr Klarheit entstehen kann.
Ihre Marke lebt von Ruhe, Klarheit und Tiefe. Genau das sollten die Bilder transportieren: eine Frau, die zuhört, Raum gibt und Menschen begleitet, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Weil sie sich auf mich eingelassen hat, sich mir geöffnet hat, mich in ihr Leben blicken ließ, konnte ich diese Aufnahmen von ihr machen.
Und nebenbei hatten wir eine wunderbare Zeit miteinander.
WAS DANN PASSIERTE
Auf einmal hatte sie auch die richtigen Worte
Was danach passierte, hatte ich ihr nicht versprochen, weil ich es selbst nicht versprechen kann.
Corinne hatte nun ihre Bilder. Und auf einmal hatte sie auch die Worte. Jetzt saß sie vor ihren Fotos und schrieb die Texte für ihre Website neu. Das war ein langer Prozess, durchdacht, ganz nah an ihr selbst. Sie schrieb nicht mehr über eine Fremde auf schlechten Bildern hinweg, sondern zu einer Frau, die sie auf den Fotos wiedererkannte.
Carina von SahneSeiten hat die Bilder und die Texte in ein Design gebracht, das zu Corinne passt.
Und: Corinnes Kalender ist voll. Ausgebucht.
CORINNES FAZIT
Ich habe mich auf Philines Fotos anders und neu entdeckt
Corinne: „Philine hat ein ehrliches Interesse daran, das Einzigartige von jeder einzelnen Frau, mit der sie zusammenarbeitet, strahlen zu lassen.
Ich habe von Philine nicht nur wunderschöne Fotos für meine Webseite bekommen, sondern – wie bereits beschrieben – durfte auch eine neue Erfahrung mit mir selbst machen. Ich habe mich auf Philines Foto anders und neu entdeckt. Das hätte ich niemals voraussehen können. Zum Glück hat mir Philine Mut gemacht und ich habe mich getraut (nach diversen völlig misslungenen Fotoshootings mit anderen Fotografen).
Herzlichen Dank, liebe Philine! Ich freue mich auf unser nächstes Shooting, unabhängig von Business Fotos, einfach um mir selbst ein Geschenk zu machen. Es tut mir einfach unendlich gut.“
UND DU?
Hältst du dich auch für unfotogen?
Vielleicht erkennst du dich in Corinne wieder. Vielleicht hast du auch fast keine Fotos von dir, weichst aus, wenn eine Kamera auftaucht, und weißt schon vorher, dass du dich darauf nicht mögen wirst.
Das muss nicht so bleiben.
Ich verspreche dir dasselbe wie Corinne: Wir nehmen uns so lange Zeit, wie es dauert. Du musst nichts können, nichts vorbereiten, nicht posen. Und wenn dir am Ende kein einziges Bild gefällt, nimmst du keins – und zahlst nichts.
Erzähl mir im Kennenlern-Gespräch, was dich bisher von einem Shooting abgehalten hat.